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Quad-Matrix-System für vorhersagbare Ergebnisse bei Back-to-Back-Restaurationen der Klasse II

Dr. María José Naranjo Cabezas

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Hintergrund

Eine 56-jährige Patientin stellte sich in der Praxis mit Beschwerden an Zahn Nr. 4 und Essensretention im interproximalen Bereich an Nr. 3MO und Nr. 4DO vor. Die röntgenologische und klinische Untersuchung ergab sekundäre kariöse Läsionen, die behandelt werden mussten.

Klinisches Verfahren

Die röntgenologische Auswertung bestätigte sekundäre Kariesläsionen in beiden Zähnen. Es wurde ein geringfügiges Versagen der alten Kompositrestaurationen beobachtet. Eine absolute Isolierung wurde mit einem mitteldicken Nic-Tone-Gummidamm erreicht. Alte Restaurationen und kariöses Gewebe wurden vollständig entfernt und die Kavitätenoberfläche anschließend durch Sandstrahlen gereinigt. Für eine optimale Konditionierung von Schmelz und Dentin wurde eine Totalätzung mit 35%iger Ultra-Etch-Phosphorsäure durchgeführt. Auf Schmelz und Dentin wurden zwei Schichten des Adhäsivs All-bond Universal aufgetragen, die jeweils sanft mit Luft aufgeblasen und lichtgehärtet wurden. Nach der Polymerisation des Adhäsivs wurde eine 0,5 mm dicke Schicht aus flüssigem Harz aufgetragen, um die Dicke der Adhäsivschicht und die Randabdichtung zu verbessern. Matrizen, Keile und Ringe aus dem QUAD-System wurden ausgewählt und eingesetzt, um die interproximalen Wände präzise zu restaurieren. Zum Aufbau der Approximalwände wurde die Schneepflugtechnik angewandt, wobei eine Schicht unausgehärtetes, fließfähiges Komposit auf den Kavitätenboden und die Kavitätenwände aufgetragen und sofort mit einem stopfbaren Komposit mit höherer Viskosität bedeckt wurde; beide Schichten wurden dann gleichzeitig lichtgehärtet. Anschließend wurden die proximalen Wände rekonstruiert, wodurch die Klasse II in eine Klasse I umgewandelt wurde. Zur Vervollständigung der okklusalen Morphologie beider Zähne wurde die horizontale Inkrementtechnik angewendet. Die Restauration wurde ohne okklusale Anpassung oder Politur fertiggestellt und inspiziert. Die okklusalen Kontakte wurden sorgfältig überprüft und angepasst. Die Feinabstimmung wurde durchgeführt, um eine harmonische Kontaktverteilung und eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Die Restauration wurde poliert und zeigte eine hervorragende anatomische Kontur, Kontaktpunkte und Ästhetik. Die postoperative röntgenologische Auswertung bestätigte eine adäquate Versiegelung und Randadaptation der Restaurationen.

Ergebnis

Mit der Behandlung wurden die Beschwerden des Patienten und seine Probleme mit der Nahrungsretention erfolgreich angegangen. Das QUAD Matrix System ermöglichte eine vorhersagbare Rekonstruktion der interproximalen Wände, eine hervorragende Randintegrität und eine starke Kontaktpunktbildung. Die röntgenologische Nachkontrolle bestätigte die Versiegelung und Integration der Restaurationen.

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Wichtigste Erkenntnisse

  • Absolute Isolierung gewährleistet eine kontrollierte Umgebung für adhäsive Verfahren.
  • Sandstrahlen und Totalätzung verbessern die Adhäsion und die langfristige Haltbarkeit der Restauration.
  • Das QUAD Matrix System sorgt für vorhersehbare Ergebnisse bei komplexen interproximalen Restaurationen.
  • Schrittweise okklusale Anpassungen sind entscheidend für funktionelle Harmonie und langfristigen Erfolg. 
     

Fall-Detail-Bilder

Figure 1
Abbildung 1. Röntgenologische Analyse. An beiden Zähnen werden sekundäre Kariesläsionen beobachtet.
Figure 2
Figure 3
Abbildung 2. Ausgangszustand. Randversagen an alten Komposit-Restaurationen. Absolute Isolierung mit einem mitteldicken Nic-Tone-Gummidamm.
 
Abbildung 3. Vollständige Entfernung der alten Restauration und Kariesexkavation, gefolgt von Sandstrahlen. 
 
Figure 4
Figure 5
Figure 6
Figure 4. Totale Ätzung mit 35% Ultra-Etch Phosphorsäure.
 
Abbildungen 5 & 6. Nach dem Entfernen der Säure werden zwei Schichten des Adhäsivs All-bond Universal auf Schmelz und Dentin aufgetragen, jeweils sanft mit Luft aufgeblasen und nach der Polymerisation eine 0,5 mm dicke Schicht flüssigen Harzes aufgetragen. 
 
Figure 7
Figure 8
Figure 9
Figure 7. Auswahl der Matrizen, Keile und Ringe des QUAD-Systems und Präparation der Interproximalwände. 
 
Abbildung 8. Finalrestauration ohne okklusale Anpassung oder Politur. 
 
Abbildung 9. Okklusale Anpassung
Figure 10
Figure 11
Abbildung 10. Okklusale Anpassung 
 
Abbildung 11. Endgültige Restauration. Fertiggestellt und poliert. 
 
Figure 12
Abbildung 12. Röntgenbild, Auswertung der Versiegelung.

About the Author

Maria Jose Naranjo Headshot

Dr. María José Naranjo Cabezas

Dr. María José Naranjo Cabezas ist eine ecuadorianische Zahnärztin, die sich auf restaurative und ästhetische Zahnmedizin spezialisiert hat. Sie erwarb 2016 ihren Doktor der Zahnchirurgie (DDS) an der Universidad de las Américas in Quito und absolvierte anschließend eine postgraduale Weiterbildung in ästhetischer und restaurativer Zahnmedizin. Später absolvierte sie ein Aufbaustudium an der renommierten Universidad Complutense de Madrid, das sie 2018 mit einem Master in Zahnmedizin abschloss und mit einer Promotion in Zahnmedizin im Jahr 2024 abschloss. Ihre Ausbildung wurde durch Zertifizierungen in biomimetischer Zahnheilkunde, keramischen Veneers, komplexen direkten Restaurationen und dem Management von temporomandibulären Störungen (TMD) und Bruxismus ergänzt.
 
Professionell hat Dr. Naranjo Cabezas eine starke Karriere sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Wissenschaft aufgebaut. Derzeit arbeitet sie als restaurative Zahnärztin im ODONTOCENTER in Quito, wo sie sich auf Smile Design, Veneers, Inlays, Bleaching und andere fortschrittliche restaurative Verfahren spezialisiert hat. Neben ihrer klinischen Arbeit widmet sie sich der Ausbildung der nächsten Generation von Zahnärzten als außerordentliche Professorin an der Universidad San Francisco de Quito, der Universidad de los Hemisferios und zuvor an der Universidad SEK. Ihre Lehrtätigkeit umfasst operative Zahnheilkunde, Kariologie, orale Rehabilitation und zahnmedizinische Materialien. Ihr Ruf als landesweite Referentin hat sie dazu veranlasst, spezielle Kurse über Restaurationstechniken und Kofferdamisolierung abzuhalten. Dr. Naranjo Cabezas verbindet klinische Exzellenz, akademische Führungsqualitäten und ihr Engagement für Innovation und gilt als eine der führenden Vertreterinnen der modernen restaurativen Zahnmedizin in Ecuador und darüber hinaus.