Eine 56-jährige Patientin stellte sich in der Praxis mit Beschwerden an Zahn Nr. 4 und Essensretention im interproximalen Bereich an Nr. 3MO und Nr. 4DO vor. Die röntgenologische und klinische Untersuchung ergab sekundäre kariöse Läsionen, die behandelt werden mussten.
Hintergrund
Klinisches Verfahren
Die röntgenologische Auswertung bestätigte sekundäre Kariesläsionen in beiden Zähnen. Es wurde ein geringfügiges Versagen der alten Kompositrestaurationen beobachtet. Eine absolute Isolierung wurde mit einem mitteldicken Nic-Tone-Gummidamm erreicht. Alte Restaurationen und kariöses Gewebe wurden vollständig entfernt und die Kavitätenoberfläche anschließend durch Sandstrahlen gereinigt. Für eine optimale Konditionierung von Schmelz und Dentin wurde eine Totalätzung mit 35%iger Ultra-Etch-Phosphorsäure durchgeführt. Auf Schmelz und Dentin wurden zwei Schichten des Adhäsivs All-bond Universal aufgetragen, die jeweils sanft mit Luft aufgeblasen und lichtgehärtet wurden. Nach der Polymerisation des Adhäsivs wurde eine 0,5 mm dicke Schicht aus flüssigem Harz aufgetragen, um die Dicke der Adhäsivschicht und die Randabdichtung zu verbessern. Matrizen, Keile und Ringe aus dem QUAD-System wurden ausgewählt und eingesetzt, um die interproximalen Wände präzise zu restaurieren. Zum Aufbau der Approximalwände wurde die Schneepflugtechnik angewandt, wobei eine Schicht unausgehärtetes, fließfähiges Komposit auf den Kavitätenboden und die Kavitätenwände aufgetragen und sofort mit einem stopfbaren Komposit mit höherer Viskosität bedeckt wurde; beide Schichten wurden dann gleichzeitig lichtgehärtet. Anschließend wurden die proximalen Wände rekonstruiert, wodurch die Klasse II in eine Klasse I umgewandelt wurde. Zur Vervollständigung der okklusalen Morphologie beider Zähne wurde die horizontale Inkrementtechnik angewendet. Die Restauration wurde ohne okklusale Anpassung oder Politur fertiggestellt und inspiziert. Die okklusalen Kontakte wurden sorgfältig überprüft und angepasst. Die Feinabstimmung wurde durchgeführt, um eine harmonische Kontaktverteilung und eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Die Restauration wurde poliert und zeigte eine hervorragende anatomische Kontur, Kontaktpunkte und Ästhetik. Die postoperative röntgenologische Auswertung bestätigte eine adäquate Versiegelung und Randadaptation der Restaurationen.
Ergebnis
Mit der Behandlung wurden die Beschwerden des Patienten und seine Probleme mit der Nahrungsretention erfolgreich angegangen. Das QUAD Matrix System ermöglichte eine vorhersagbare Rekonstruktion der interproximalen Wände, eine hervorragende Randintegrität und eine starke Kontaktpunktbildung. Die röntgenologische Nachkontrolle bestätigte die Versiegelung und Integration der Restaurationen.
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Wichtigste Erkenntnisse
- Absolute Isolierung gewährleistet eine kontrollierte Umgebung für adhäsive Verfahren.
- Sandstrahlen und Totalätzung verbessern die Adhäsion und die langfristige Haltbarkeit der Restauration.
- Das QUAD Matrix System sorgt für vorhersehbare Ergebnisse bei komplexen interproximalen Restaurationen.
- Schrittweise okklusale Anpassungen sind entscheidend für funktionelle Harmonie und langfristigen Erfolg.
Fall-Detail-Bilder
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| Abbildung 1. Röntgenologische Analyse. An beiden Zähnen werden sekundäre Kariesläsionen beobachtet. |
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| Abbildung 2. Ausgangszustand. Randversagen an alten Komposit-Restaurationen. Absolute Isolierung mit einem mitteldicken Nic-Tone-Gummidamm. | Abbildung 3. Vollständige Entfernung der alten Restauration und Kariesexkavation, gefolgt von Sandstrahlen. |
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| Figure 4. Totale Ätzung mit 35% Ultra-Etch Phosphorsäure. | Abbildungen 5 & 6. Nach dem Entfernen der Säure werden zwei Schichten des Adhäsivs All-bond Universal auf Schmelz und Dentin aufgetragen, jeweils sanft mit Luft aufgeblasen und nach der Polymerisation eine 0,5 mm dicke Schicht flüssigen Harzes aufgetragen. | |
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| Figure 7. Auswahl der Matrizen, Keile und Ringe des QUAD-Systems und Präparation der Interproximalwände. | Abbildung 8. Finalrestauration ohne okklusale Anpassung oder Politur. | Abbildung 9. Okklusale Anpassung |
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| Abbildung 10. Okklusale Anpassung | Abbildung 11. Endgültige Restauration. Fertiggestellt und poliert. |
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| Abbildung 12. Röntgenbild, Auswertung der Versiegelung. |